Kulturlandschaft Pinneberger Baumschulland neu entdecken

Die Metropolregion Hamburg entwickelt fünf neue Routen, auf denen Besucher und Einheimische die typischen Kulturlandschaften und regionalen Produkte der Metropolregion Hamburg entdecken können. Das Pinneberger Baumschulland, die Flusslandschaft Elbe, die Lüneburger Heide, die Segeberger Knicklandschaft sowie Manufakturen im Garten- und Seenland Mecklenburg-Schwerin zeigen die Wechselwirkung von Menschen, Kultur und Landschaften im Lauf der Jahrhunderte.

Im Pinneberger Baumschulland sind Gutsparks mit beeindruckenden Schätzen der Baumkunst, weltweit bekannte Baumschulen mit Spezialgärten sowie weit in die Landschaft strahlende Alleen Teil der Kultur des Kreises. In den Gärten spiegeln sich das Suchen nach neuen Pflanzenarten aus der ganzen Welt, die bedeutende Züchtungsarbeit der alteingesessenen Baumschulfamilien und die weltweite Verbreitung ihrer Neuzüchtungen.

„Das Pinneberger Baumschulland kann zu einem Qualitätszeichen für den Kreis Pinneberg werden“, ist sich der Vorsitzende des Fördervereins Kulturlandschaft Pinneberger Baumschulland e.V., Dr. Frank Schoppa, sicher: „Wir merken, wie dynamisch die gartenkulturellen Schätze des Kreises seine vielschichtige Identität bereichern.“

Marion Köhler, Pressesprecherin der Metropolregion Hamburg sagte „Für die Metropolregion Hamburg birgt die Vielfalt und Attraktivität der Kulturlandschaften ein enormes Potenzial für die wirtschaftliche und kulturelle Entwicklung. Durch die gemeinsame Präsentation werden die Naherholungs- und Ausflugsziele für größere Zielgruppen erschlossen.“

Das Projekt läuft über zwei Jahre und hat ein Gesamtbudget von 190.000 Euro, davon werden 80 Prozent (152.000 Euro) von den Förderfonds der Metropolregion getragen. Im Kreis Pinneberg werden im Rahmen des Vorhabens circa  50.000 Euro investiert.

Mit Hör-Geschichten über die Landschaft und deren historische und heutige Nutzung wollen die Macher den Entdeckergeist der Besucher wecken und die regionale Identität stärken. Digitale Routenplaner und mobile Webanwendungen weisen dabei den Weg. Über Interviews und Audio-Guides werden Ausflugsziele und Geheimtipps vorgestellt und Hintergrundinformationen vermittelt. Vor Ort runden Ausflugsziele im Grünen, der Verkauf von regionalen Produkten und Gastronomieangebote das Angebot ab.

Helmuth Ahrens, Vorsitzender des Ausschusses Wirtschaft, Regionalentwicklung, Verkehr im Kreistag Pinneberg freute sich zum Start des Projektes auf die geplante Route: „Der Kreis Pinneberg birgt viele landschaftskulturelle Eigenarten. Diese erlebbar zu machen, ist Aufgabe des neuen Projekts. Die Kulturlandschaftsroute Pinneberger Baumschulland wird den Kreis Pinneberg um bisher nicht gewohnte Perspektiven bereichern.“

Mit der Erarbeitung der Kulturlandschaftsroute durch das Pinneberger Baumschulland hat der Kreis Pinneberg die „Service GRÜN - Fördergesellschaft für Baumschulen und Gartenbau in Norddeutschland mbH“ beauftragt. Dr. Heike Meyer-Schoppa und Carsten Bock werden in den kommenden zwei Jahren die Geschichten zusammentragen, die den Kreis und das Pinneberger Baumschulland besonders und einzigartig machen. Der 2014 gegründete, gemeinnützige Förderverein Kulturlandschaft Pinneberger Baumschulland hat das Projekt angeregt und begleitet die Erarbeitung.